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Elektrostatische Entladung
Elektrostatische Entladung, kurz ESD (engl. electrostatic discharge), bezeichnet den
Ausgleich großer Potentialdifferenzen, der hohe Spannungsimpulse bewirkt. Unter Um-
ständen kann dieser Spannungsimpuls elektronische Komponenten schädigen oder gar
zerstören.
Potenzialdifferenzen entstehen oft durch Reibung oder Kontakt und Trennung von zwei
Objekten. Dabei kann ein Mensch auf ca. 30.000 V aufgeladen werden. Erst ab einer Stär-
ke der elektrostatischen Entladung von ca. 3.000 V ist diese für den Menschen als Spüren
eines elektrischen Schlags wahrnehmbar. Elektrostatisch gefährdete Bauelemente hin-
gegen können teilweise nur 5 – 30 V Sperrspannungen vertragen. Daher müssen bei der
Arbeit mit elektrostatisch gefährdeten Bauelementen Maßnahmen getroffen werden, um
Aufladungen zuverlässig zu vermindern und damit auch schnelle Entladungen zu ver-
meiden.
Maßnahmen gegen statische Entladungen sind in der EN 61340-5-1 beschrieben. Eine
effektive Personenerdung durch den Einsatz von geeignetem ESD-Schuhwerk dient dem
Schutz sensibler Bauteile durch die kontinuierliche Ableitung von Ladungen.
In der Praxis wird die Ableitfähigkeit von ESD-Schuhen nicht nur erheblich durch das
vorherrschende Klima (Luftfeuchtigkeit und Temperatur), sondern auch durch Faktoren
wie Verschmutzung, Bodenbeschaffenheit, Körperwiderstand des Menschen stark be-
einflusst. ESD-Beauftragte in Unternehmen sind daher gehalten, regelmäßig zu prüfen,
ob die eingesetzten ESD-Produkte noch die geforderte Wirkung zeigen. In Bereichen, in
denen ESD-Schuhe getragen werden, sollte der Bodenwiderstand so sein, dass die vom
Schuh gegebene Schutzfunktion nicht aufgehoben wird. Die Durchführung von „walking
tests“ erlaubt die Beurteilung des Mensch-Schuh-Boden-Systems
Warnhinweis: ESD-Schuhe sind nicht geeignet für Elektriker bzw. bei Arbeiten an
elektrische Spannung führenden Quellen.
Das Tragen von EN 61340-4-3 und EN 61340-5-1 zertifizierter Schuhe ist nicht nur im Um-
feld der Chemie- und Elektroindustrie, beim Umgang mit brennbaren Flüssigkeiten und
Gasen, Farben und Lacken, sondern auch in klassischen Bereichen mit intensiver Staub-
belastung wie Druckereien, Mühlen, Lagerhäusern für Getreide, oder holzverarbeitenden
Industrien dringend zu empfehlen, da mit ESD-Schuhen die Gefahr einer Entzündung
durch eine elektrostatische Entladung vermindert werden kann.
Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS 2153)
Laut der TRBS 2153 Punkt 7.1 müssen in explosionsgefährdeten Bereichen ableitfähige
Schuhe, mit einem Durchgangswiderstand unter 100 MOhm, eingesetzt werden. Unse-
re Schuhe erfüllen diese Anforderung gemäß EN 61340-4-3 (Test mit Metallkugeln im
Schuh auf einer Metallplatte) und EN 61340-5-1 (Test mit Mensch im Schuh auf einer
Metallplatte).